Unsere Auswahl im Überblick
Drei Modelle für unterschiedliche Einsatzprofile – keine Rangliste im Sinne von „besser“ und „schlechter“, sondern eine Zuordnung nach Verwendungszweck.
Einhell
Einhell Professional TP-HD 18/28 Li BL
Für Dübellöcher, Renovierung und Arbeiten ohne Steckdose in der Nähe – besonders dann, wenn bereits Power-X-Change-Akkus vorhanden sind.
Spricht dafür
- Vier Funktionen: Bohren, Hammerbohren, Meißeln mit und ohne Fixierung
- Pneumatisches Schlagwerk mit Getriebegehäuse aus Edelstahl
- Bohrleistung laut Hersteller 28 mm Beton, 13 mm Stahl, 40 mm Holz
- Akku passt in alle Power-X-Change-Geräte
Grenzen
- 3 J reichen für Dübel und Durchbrüche kleinen Durchmessers, nicht für Abbrucharbeiten
- Als Solo-Version ohne Akku und Ladegerät erhältlich – Lieferumfang vor dem Kauf prüfen
- Ein Gang, keine Drehzahlstufen für unterschiedliche Materialien
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Scheppach
Scheppach DH1500 Plus
Für kabelgebundene Renovierungsarbeiten, bei denen dauerhaft Schlagkraft gebraucht wird und die Steckdose ohnehin in Reichweite ist.
Spricht dafür
- Vier Funktionen inklusive Meißeln mit fixierbarer Position
- Anti-Vibrationsgriff
- Drehzahl stufenlos regelbar bis 920 U/min
- Lieferung im Koffer mit Bohrern und Zubehör
Grenzen
- Mit 5,3 kg deutlich schwerer als ein Akku-Gerät dieser Klasse
- Netzbetrieb: ohne Kabeltrommel kein Einsatz auf dem Dach oder im Rohbau
- SDS-plus begrenzt den sinnvollen Bohrdurchmesser nach oben
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ENEACRO
ENEACRO SDS-MAX 1500W 12J
Für Durchbrüche, Estrich und größere Meißelarbeiten – ein Gerät für den gelegentlichen Großeinsatz, nicht für die Dübelleiste im Wohnzimmer.
Spricht dafür
- SDS-max-Aufnahme für Meißel und Bohrer großen Durchmessers
- Niedrige Drehzahl, ausgelegt auf Schlagarbeit statt auf schnelles Bohren
Grenzen
- SDS-max-Werkzeuge sind teurer und passen nicht in SDS-plus-Geräte
- Für Dübellöcher unter 12 mm überdimensioniert und unhandlich
- Gewicht und Schlagzahl gibt der Hersteller nicht durchgängig an – auf der Produktseite prüfen
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Vergleichstabelle
Die Tabelle lässt sich seitlich scrollen. Leere Zellen bedeuten: zu dieser Angabe liegt uns keine belastbare Quelle vor.
| Produkt | Einsatzprofil | Kernkriterien | Besonderheiten | Grenzen | Zum Angebot |
|---|---|---|---|---|---|
| Einhell Professional TP-HD 18/28 Li BLFür mobile Arbeiten | Für Dübellöcher, Renovierung und Arbeiten ohne Steckdose in der Nähe – besonders dann, wenn bereits Power-X-Change-Akkus vorhanden sind. | 3 J Schlagenergie · SDS-plus, halbautomatisch · 28 mm in Beton | Vier Funktionen: Bohren, Hammerbohren, Meißeln mit und ohne Fixierung · Pneumatisches Schlagwerk mit Getriebegehäuse aus Edelstahl | 3 J reichen für Dübel und Durchbrüche kleinen Durchmessers, nicht für Abbrucharbeiten · Als Solo-Version ohne Akku und Ladegerät erhältlich – Lieferumfang vor dem Kauf prüfen | Preis prüfen |
| Scheppach DH1500 PlusViel Schlagkraft pro Euro | Für kabelgebundene Renovierungsarbeiten, bei denen dauerhaft Schlagkraft gebraucht wird und die Steckdose ohnehin in Reichweite ist. | 7 J Schlagenergie · 1.500 W Netzbetrieb · SDS-plus | Vier Funktionen inklusive Meißeln mit fixierbarer Position · Anti-Vibrationsgriff | Mit 5,3 kg deutlich schwerer als ein Akku-Gerät dieser Klasse · Netzbetrieb: ohne Kabeltrommel kein Einsatz auf dem Dach oder im Rohbau | Preis prüfen |
| ENEACRO SDS-MAX 1500W 12JFür schwere Abbrucharbeiten | Für Durchbrüche, Estrich und größere Meißelarbeiten – ein Gerät für den gelegentlichen Großeinsatz, nicht für die Dübelleiste im Wohnzimmer. | 12 J Schlagenergie · 1.500 W Netzbetrieb · SDS-max | SDS-max-Aufnahme für Meißel und Bohrer großen Durchmessers · Niedrige Drehzahl, ausgelegt auf Schlagarbeit statt auf schnelles Bohren | SDS-max-Werkzeuge sind teurer und passen nicht in SDS-plus-Geräte · Für Dübellöcher unter 12 mm überdimensioniert und unhandlich | Preis prüfen |
Ein Bohrhammer wird fast immer nach der falschen Zahl gekauft. Auf der Verpackung steht die Wattzahl, gebraucht wird aber die Schlagenergie in Joule – und die entscheidet, ob ein Loch in Beton nach zehn Sekunden fertig ist oder nach zwei Minuten immer noch nicht. Wer nur Dübel für Regale setzt, ist mit 2 bis 3 Joule fertig bedient. Wer eine Wand öffnet, kommt mit 3 Joule nicht weit, egal wie viele Watt daneben stehen.
Diese Seite ordnet drei Geräte nach dem, wofür sie gebaut wurden: ein Akku-Gerät mit 3 Joule, einen Netz-Bohrhammer mit 7 Joule und ein SDS-max-Gerät mit 12 Joule. Das ist keine Rangliste von gut nach schlecht. Die drei lösen unterschiedliche Aufgaben, und das teuerste Gerät ist für die häufigste Aufgabe das unpassendste.
Die entscheidende Zahl heißt Joule, nicht Watt
Die Wattzahl beschreibt, wie viel Strom der Motor aufnimmt. Die Schlagenergie beschreibt, wie viel davon vorn am Bohrer ankommt. Zwischen beiden steht das Schlagwerk, und dessen Wirkungsgrad ist von außen nicht abzulesen. Deshalb kann ein 1.500-Watt-Gerät 7 Joule liefern und ein anderes mit derselben Wattzahl 12 – der Unterschied liegt im Aufbau, nicht in der Leistungsaufnahme.
Als grobe Zuordnung, die sich aus den Herstellerangaben der drei Geräte ergibt:
- 2 bis 3 Joule – Dübellöcher bis etwa 12 mm, Löcher für Leitungen, gelegentliches Abschlagen von Fliesen.
- 5 bis 8 Joule – Durchbrüche, Bohrungen größeren Durchmessers, längere Meißelarbeiten in Mauerwerk.
- ab 10 Joule – Estrich, Beton, Wanddurchbrüche. Ab dieser Klasse ist die Aufnahme meist SDS-max.
Die Schlagzahl (Schläge pro Minute) ergänzt das Bild, ersetzt die Joule-Angabe aber nicht. Viele schwache Schläge arbeiten sich nicht durch Beton, den ein einzelner kräftiger Schlag aufbricht.
SDS-plus und SDS-max sind zwei Systeme, keine zwei Größen
SDS-plus hat einen Schaft von 10 mm mit zwei geschlossenen und zwei offenen Nuten. SDS-max hat 18 mm und eine andere Nutgeometrie. Die Werkzeuge sind nicht untereinander tauschbar, und Adapter verschieben das Problem nur: Ein SDS-max-Meißel an einem SDS-plus-Gerät bekommt nicht mehr Schlagenergie, weil ein Adapter dazwischensitzt.
Praktisch heißt das: Die Aufnahme legt fest, in welcher Liga das Gerät spielt, und sie legt auch fest, welche Werkzeuge später gekauft werden. Wer schon einen Satz SDS-plus-Bohrer besitzt, sollte das beim Gerätewechsel mitrechnen.
Akku oder Kabel
Ein Akku-Bohrhammer wie der Einhell wiegt mit 3,68 kg spürbar weniger als das 5,3 kg schwere Netzgerät von Scheppach – und das macht über Kopf den Unterschied zwischen zwanzig Minuten Arbeit und einer Pause nach fünf. Dafür endet der Akku-Einsatz, wenn der Akku leer ist, und ein Bohrhammer zieht deutlich mehr als ein Schrauber.
Der zweite Punkt ist das Akkusystem. Wer bereits Power-X-Change-Geräte besitzt, kauft beim Einhell faktisch nur die Maschine. Wer neu einsteigt, zahlt Akku und Ladegerät mit – und bindet sich für kommende Geräte an dieses System. Diese Bindung ist bei Akku-Werkzeug der größere Kostenfaktor als der Preis der einzelnen Maschine.
Welches Gerät zu welcher Arbeit passt
Der Einhell TP-HD 18/28 Li BL ist ein Gerät für Renovierung und Montage. 3 Joule, SDS-plus, bis 28 mm in Beton laut Hersteller, bürstenloser Motor, vier Funktionen inklusive Meißeln mit Fixierung. Das deckt ab, was in einer Wohnung anfällt. Wichtig beim Kauf: Das Modell gibt es als Solo-Version ohne Akku und als Set – im Listing steht, welche Variante im Warenkorb liegt.
Der Scheppach DH1500 Plus liefert mit 7 Joule mehr als das Doppelte an Schlagenergie, bohrt laut Hersteller bis 32 mm in Beton und regelt die Drehzahl stufenlos bis 920 U/min. Er bleibt bei SDS-plus, nutzt also dieselben Werkzeuge wie kleinere Geräte. Der Preis dafür sind 5,3 kg und ein Kabel.
Das ENEACRO-Gerät mit SDS-max und 12 Joule ist die Abbruchklasse. 0 bis 480 U/min zeigen, worum es geht: Das Gerät ist nicht zum schnellen Bohren gebaut, sondern zum Schlagen. Für Dübellöcher ist es unhandlich und überdimensioniert. Zu beachten: ENEACRO führt mehrere ähnlich benannte Modelle, darunter eine SDS-plus-Variante mit 6 Joule. Die Aufnahme muss im Listing kontrolliert werden, sonst passen die gekauften Werkzeuge nicht.
Worauf wir keine Antwort geben
Wir haben diese Geräte nicht selbst betrieben. Was hier steht, stammt aus den Datenblättern der Hersteller und den Angaben der Händler, jeweils mit Quelle und Datum. Angaben, die sich dort nicht belegen ließen – etwa Gewicht und Schlagzahl des ENEACRO-Modells – stehen nicht in der Tabelle, statt geschätzt zu werden.
Vibrationswerte fehlen aus demselben Grund. Sie stehen zwar in jeder Bedienungsanleitung, werden aber nach EN 60745 unter definierten Bedingungen gemessen und lassen sich zwischen Herstellern nur eingeschränkt vergleichen. Ein Anti-Vibrationsgriff, wie ihn Scheppach und ENEACRO angeben, ist ein Hinweis auf die Bauart – kein Messwert.
Fazit
Die Auswahl läuft über zwei Fragen, nicht über einen Rang. Erstens: Wie hart ist das Material und wie groß das Loch? Das legt die Joule-Klasse und damit meist auch die Aufnahme fest. Zweitens: Steht eine Steckdose in Reichweite, und wie lange wird über Kopf gearbeitet? Das entscheidet zwischen Akku und Kabel.
Für die überwiegende Zahl der Arbeiten in einer Wohnung reicht die 3-Joule-Klasse mit SDS-plus. Wer regelmäßig Wände öffnet, kommt an 7 Joule oder mehr nicht vorbei. Und wer SDS-max kauft, sollte wissen, dass die Werkzeuge dazu eine eigene Anschaffung sind.
Darauf kommt es beim Kauf an
SDS-plus oder SDS-max
Legt fest, welche Werkzeuge passen. Nicht untereinander tauschbar, Adapter bringen keine zusätzliche Schlagenergie.
Schlagenergie in Joule
Die Zahl, die zählt. Watt beschreibt nur die Leistungsaufnahme des Motors.
Gewicht
Über Kopf entscheidet jedes halbe Kilo. 3,68 kg am Akku gegen 5,3 kg am Kabel ist ein spürbarer Unterschied.
Bohr- und Meißelmodi
Vier Funktionen bedeuten Bohren, Hammerbohren und Meißeln mit sowie ohne fixierte Meißelstellung.
Vibration
Herstellerwerte nach EN 60745 sind nur eingeschränkt vergleichbar. Ein Anti-Vibrationsgriff beschreibt die Bauart, keinen Messwert.
Akku oder Netz
Der Akku entscheidet über Bewegungsfreiheit, das Akkusystem über künftige Anschaffungen.
Häufige Fragen
SDS-plus oder SDS-max: Was ist der Unterschied?
SDS-plus hat einen 10-mm-Schaft, SDS-max 18 mm und eine andere Nutgeometrie. Die Werkzeuge passen nicht wechselseitig. SDS-plus deckt Dübel- und Renovierungsarbeiten ab, SDS-max beginnt dort, wo Durchbrüche und Meißelarbeiten größeren Umfangs anstehen.
Wie viel Joule braucht ein Bohrhammer?
Für Dübellöcher bis etwa 12 mm reichen 2 bis 3 Joule. Für Durchbrüche und längere Meißelarbeiten sind 5 bis 8 Joule die passende Klasse. Ab 10 Joule geht es um Estrich, Beton und Abbruch – dort ist die Aufnahme in der Regel SDS-max.
Kann ein Bohrhammer eine Schlagbohrmaschine ersetzen?
Für Mauerwerk und Beton ja, und meist mit deutlich weniger Kraftaufwand. Für feine Bohrungen in Metall oder Holz ist eine Bohrmaschine besser geeignet, weil der Bohrhammer im unteren Drehzahlbereich arbeitet und der SDS-Schaft eigene Werkzeuge verlangt.
Welcher Bohrhammer eignet sich für Beton?
Entscheidend ist die Kombination aus Schlagenergie und Bohrdurchmesser. Ein 3-Joule-Gerät schafft laut Herstellerangabe bis 28 mm in Beton, arbeitet bei großen Durchmessern aber langsam. Für regelmäßige Betonarbeiten ist die 7-Joule-Klasse die untere Grenze.
Wann ist ein Akku-Bohrhammer sinnvoll?
Immer dann, wenn kein Kabel gelegt werden kann oder viel über Kopf gearbeitet wird – das geringere Gewicht wirkt sich dort direkt aus. Gegen den Akku spricht die begrenzte Laufzeit; ein Bohrhammer entlädt deutlich schneller als ein Akkuschrauber.
Einzelne Fragen im Detail
Zu diesem Vergleich gehören 10 Ratgeber-Artikel, die jeweils eine konkrete Frage vor dem Kauf beantworten.
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Bevor du bestellst
Ausstattung und Lieferumfang unterscheiden sich bei fast allen Herstellern je nach Variante – mit oder ohne Akku, mit oder ohne Zubehörset. Prüfe auf der Amazon.de-Produktseite, welche Variante im Warenkorb liegt. Unsere Angaben beziehen sich auf die jeweils genannte Modellbezeichnung.