Die drei Geräte unterscheiden sich nicht in der Stärke, sondern darin, wie der Schlag erzeugt wird. Daraus folgt alles Weitere: welches Material sie bearbeiten, wie schnell sie arbeiten und wie sehr sie den Anwender beanspruchen.
Schlagbohrmaschine: Schlag durch Rasten
Bei der Schlagbohrmaschine greifen zwei geriffelte Scheiben ineinander. Drückt man das Gerät gegen die Wand, rasten sie übereinander und erzeugen viele kleine Schläge. Die Schlagenergie ist gering und hängt direkt davon ab, wie stark der Anwender drückt.
Das reicht für Ziegel, Porenbeton und Putz. In Beton wird es mühsam: Nach zwei, drei Löchern merkt man das im Arm, und der Bohrer wird heiß. Dafür ist eine Schlagbohrmaschine ohne Schlagwerk eine normale Bohrmaschine – mit Standardbohrfutter, hoher Drehzahl und damit auch für Metall und Holz brauchbar.
Bohrhammer: Schlag durch Luftpolster
Der Bohrhammer arbeitet pneumatisch. Ein Kolben verdichtet ein Luftpolster, das einen zweiten Kolben auf den Bohrerschaft treibt. Die Energie kommt aus dem Gerät, nicht aus dem Anwender – deshalb reicht leichter Anpressdruck, und deshalb liegt die Schlagenergie bei 2 bis 3 Joule statt im Bruchteil davon.
In Beton ist der Unterschied nicht graduell. Ein Loch, für das die Schlagbohrmaschine Minuten braucht, ist mit dem Bohrhammer in Sekunden fertig. Der Preis dafür: SDS-Aufnahme statt Bohrfutter, niedrigere Drehzahl, mehr Gewicht.
Abbruchhammer: nur noch Schlag
Der Abbruchhammer verzichtet auf die Drehbewegung. Er schlägt ausschließlich – dafür mit sehr viel mehr Energie, zweistellige Joule-Werte sind hier die Regel. Gebaut ist er für Estrich, Mauerdurchbrüche und das Abtragen von Fliesenbetten, nicht für Löcher.
Viele Bohrhämmer bringen einen Meißelmodus mit und decken damit einen Teil dieser Arbeit ab. Ein 3-Joule-Gerät mit Meißelfunktion ersetzt aber keinen Abbruchhammer, es verlängert nur die Aufgabenliste nach unten.
Wo sich der Kauf doppelt
Wer einen Bohrhammer mit Meißelfunktion besitzt, braucht für den Haushalt selten noch eine Schlagbohrmaschine – aber durchaus einen normalen Akkuschrauber oder eine Bohrmaschine für Holz und Metall. Der Bohrhammer arbeitet im unteren Drehzahlbereich und verlangt SDS-Werkzeuge; für ein 4-mm-Loch in einer Leiste ist er das falsche Gerät.
Konkrete Modelle zu dieser Frage
Welche Geräte diese Anforderungen erfüllen, steht im zugehörigen Vergleich – mit Einsatzprofil, Stärken und Grenzen je Modell.
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