Unsere Auswahl im Überblick
Drei Modelle für unterschiedliche Einsatzprofile – keine Rangliste im Sinne von „besser“ und „schlechter“, sondern eine Zuordnung nach Verwendungszweck. Ein weiteres Modell steht in der Vergleichstabelle darunter.
LEVOIT
LEVOIT Core 300S
Für Schlaf- und Kinderzimmer bis etwa 25 m² – dort, wo ein Gerät dauerhaft und leise laufen soll.
Spricht dafür
- Kompakt genug für den Nachttisch
- Dreistufiges Filterpaket in einer wechselbaren Einheit
- Zeitplan und Fernsteuerung über App
Grenzen
- 240 m³/h reichen für vier Luftwechsel nur bis etwa 24 m²
- Filter sind als Einheit zu tauschen, nicht einzeln
- Die Herstellerangabe „bis 50 m²“ entspricht rund zwei Luftwechseln pro Stunde
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LEVOIT
LEVOIT Core 400S
Für Wohnzimmer und offene Grundrisse bis etwa 43 m², wenn auch auf mittlerer Stufe genug Durchsatz bleiben soll.
Spricht dafür
- Fast doppelter Durchsatz gegenüber dem 300S
- Erlaubt niedrigere Stufen bei gleicher Wirkung – und damit weniger Geräusch
Grenzen
- Deutlich größer und schwerer als der 300S
- Höherer Durchsatz bedeutet häufigeren Filterwechsel
- Für ein Schlafzimmer von 12 m² überdimensioniert
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LEVOIT
LEVOIT Core 600S
Für große, offene Wohnbereiche bis etwa 70 m² oder wenn ein Gerät mehrere verbundene Räume abdecken soll.
Spricht dafür
- Höchster Durchsatz der Baureihe
- 26 dB(A) im Schlafmodus laut Hersteller
- Kann große Flächen auf niedriger Stufe bedienen
Grenzen
- 55 dB(A) auf höchster Stufe sind im selben Raum deutlich hörbar
- Die Angabe „bis 147 m²“ entspricht rund zwei Luftwechseln pro Stunde, nicht vier
- Größtes und schwerstes Gerät der Baureihe
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Vergleichstabelle
Die Tabelle lässt sich seitlich scrollen. Leere Zellen bedeuten: zu dieser Angabe liegt uns keine belastbare Quelle vor.
| Produkt | Einsatzprofil | Kernkriterien | Besonderheiten | Grenzen | Zum Angebot |
|---|---|---|---|---|---|
| LEVOIT Core 300SFür einzelne Zimmer | Für Schlaf- und Kinderzimmer bis etwa 25 m² – dort, wo ein Gerät dauerhaft und leise laufen soll. | CADR 240 m³/h · 3-stufig: Vorfilter, H13, Aktivkohle · Herstellerangabe: bis 50 m² | Kompakt genug für den Nachttisch · Dreistufiges Filterpaket in einer wechselbaren Einheit | 240 m³/h reichen für vier Luftwechsel nur bis etwa 24 m² · Filter sind als Einheit zu tauschen, nicht einzeln | Preis prüfen |
| LEVOIT Core 400SFür Wohnräume | Für Wohnzimmer und offene Grundrisse bis etwa 43 m², wenn auch auf mittlerer Stufe genug Durchsatz bleiben soll. | CADR 433 m³/h · 3-stufig: Vorfilter, H13, Aktivkohle · Herstellerangabe: bis rund 80 m² | Fast doppelter Durchsatz gegenüber dem 300S · Erlaubt niedrigere Stufen bei gleicher Wirkung – und damit weniger Geräusch | Deutlich größer und schwerer als der 300S · Höherer Durchsatz bedeutet häufigeren Filterwechsel | Preis prüfen |
| LEVOIT Core 600SFür große Flächen | Für große, offene Wohnbereiche bis etwa 70 m² oder wenn ein Gerät mehrere verbundene Räume abdecken soll. | CADR 697 m³/h · 3-stufig: Vorfilter, H13, Aktivkohle · Herstellerangabe: bis 147 m² | Höchster Durchsatz der Baureihe · 26 dB(A) im Schlafmodus laut Hersteller | 55 dB(A) auf höchster Stufe sind im selben Raum deutlich hörbar · Die Angabe „bis 147 m²“ entspricht rund zwei Luftwechseln pro Stunde, nicht vier | Preis prüfen |
| Philips AC2939/10 Series 2000iAlternative außerhalb der Baureihe | Für alle, die nicht innerhalb einer Baureihe wählen wollen – vergleichbarer Durchsatz, anderer Filter- und Wartungsansatz. | CADR 380 m³/h · 3-schichtig: Vorfilter, NanoProtect HEPA, Aktivkohle · 15–54 dB(A) | Filterwechsel laut Hersteller erst nach rund drei Jahren · 15 dB(A) im Ruhemodus – der niedrigste Wert in diesem Vergleich | Raumgröße wird je nach Quelle mit 85 m² oder 98 m² angegeben – ein Hinweis darauf, wie unscharf diese Zahl ist · Bei vier Luftwechseln pro Stunde bleiben rund 38 m² | Preis prüfen |
Auf jedem Karton steht eine Quadratmeterzahl, und fast jede ist zu groß. Nicht falsch – aber unter Bedingungen ermittelt, die im Alltag niemand meint. Wer nach dieser Zahl kauft, holt sich regelmäßig ein Gerät, das die gewünschte Wirkung erst auf der lautesten Stufe erreicht.
Diese Seite rechnet die Angabe deshalb auf einen nachvollziehbaren Maßstab um und ordnet vier Geräte danach ein: drei aus der LEVOIT-Core-Reihe und einen Philips, damit nicht eine einzige Baureihe gegen sich selbst antritt.
CADR ist die Zahl, Raumgröße ist die Auslegung
CADR (Clean Air Delivery Rate) gibt an, wie viel gefilterte Luft ein Gerät pro Stunde liefert, in m³/h. Das ist eine gemessene Größe. Die Quadratmeterangabe daneben ist keine – sie entsteht, indem der Hersteller den CADR durch eine angenommene Raumhöhe und eine gewählte Luftwechselrate teilt.
Genau dort entsteht der Spielraum. Rechnet ein Hersteller mit zwei Luftwechseln pro Stunde, kommt eine doppelt so große Fläche heraus wie bei vier. Beide Zahlen sind „richtig“, nur beschreiben sie unterschiedliche Ansprüche.
Die Rechnung, die man selbst machen kann
Bei 2,50 m Raumhöhe und dem Ziel von vier Luftwechseln pro Stunde gilt:
Fläche in m² = CADR ÷ (4 × 2,5) = CADR ÷ 10
Angewandt auf die vier Geräte:
- LEVOIT Core 300S – 240 m³/h → rund 24 m² (Herstellerangabe: bis 50 m²)
- Philips AC2939/10 – 380 m³/h → rund 38 m² (Herstellerangabe: 85 bis 98 m², je nach Quelle)
- LEVOIT Core 400S – 433 m³/h → rund 43 m² (Herstellerangabe: bis etwa 80 m²)
- LEVOIT Core 600S – 697 m³/h → rund 70 m² (Herstellerangabe: bis 147 m²)
Das Muster ist überall dasselbe: Die Herstellerfläche liegt etwa beim Doppelten. Wer die kleinere Zahl zugrunde legt, kauft ein Gerät, das die gewünschte Wirkung auf mittlerer Stufe erreicht – und damit leise bleibt.
Der Philips zeigt nebenbei, wie unscharf die Angabe ist: Beim Hersteller stehen 98 m², bei Händlern 85 m². Dieselbe Maschine, dieselbe Messung, zwei Zahlen.
Lautstärke entscheidet, ob das Gerät überhaupt läuft
Ein Luftreiniger, der nachts stört, wird nachts ausgeschaltet – und dann filtert er nichts. Deshalb ist der niedrigste Wert auf dem Datenblatt der wichtigere. Philips gibt für den AC2939/10 15 dB(A) im Ruhemodus an, LEVOIT für den Core 600S 26 dB(A) im Schlafmodus.
Der zweite Wert ist der obere: 54 bis 55 dB(A) auf höchster Stufe, bei beiden Herstellern. Das entspricht etwa einem normalen Gespräch im Raum. Ein Gerät, das seine Fläche nur auf dieser Stufe schafft, ist für einen Wohnraum schlicht zu klein gewählt.
Filterkosten laufen über Jahre auf
Alle vier Geräte arbeiten dreistufig: Vorfilter, HEPA, Aktivkohle. Der Unterschied liegt im Wechselintervall und darin, ob die Stufen einzeln oder als Einheit getauscht werden. Philips gibt für den AC2939/10 rund drei Jahre bis zum Filterwechsel an.
Über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren können die Filter in die Größenordnung des Gerätepreises kommen. Weil wir keine Preise nennen, lässt sich das hier nicht ausrechnen – aber es ist der Punkt, an dem sich zwei zunächst ähnliche Geräte deutlich unterscheiden. Vor dem Kauf lohnt der Blick, was der passende Ersatzfilter kostet und wie oft er fällig wird.
Was ein Luftreiniger nicht ist
Ein Luftreiniger filtert Partikel aus der Raumluft. Was das gesundheitlich bedeutet, hängt von Ursache, Raum und Person ab – dazu treffen wir keine Aussage, und wir empfehlen kein Gerät als Maßnahme gegen ein Beschwerdebild. Bei gesundheitlichen Fragen ist die ärztliche Einschätzung der richtige Ort, nicht eine Vergleichsseite.
Technisch klar ist nur: Ein HEPA-Filter der Klasse H13 hält Partikel in einem definierten Größenbereich zurück. Gerüche adressiert die Aktivkohlestufe, Gase nur begrenzt. Und gegen die Quelle selbst – offenes Fenster an einer Hauptstraße, Feuchtigkeit hinter einem Schrank – hilft kein Filter, sondern nur, die Quelle zu beseitigen.
Fazit
Der Weg zur Auswahl führt über eine einzige Rechnung: Raumfläche mal zehn ergibt den CADR, den das Gerät mindestens haben sollte. Ein 25-m²-Wohnzimmer braucht also rund 250 m³/h – nicht das Gerät, auf dessen Karton 25 m² steht.
Ist diese Größe bestimmt, entscheiden zwei Dinge: der niedrigste Geräuschwert, weil er darüber bestimmt, ob das Gerät nachts läuft, und die Filterkosten über die Jahre. Der CADR ist die Eintrittskarte, die anderen beiden Punkte entscheiden, ob man das Gerät behält.
Darauf kommt es beim Kauf an
CADR in m³/h
Die einzige gemessene Leistungsangabe. Faustregel bei 2,50 m Raumhöhe und vier Luftwechseln: Fläche mal zehn ergibt den nötigen CADR.
Raumgröße auf der Verpackung
Eine Rechengröße, keine Messung. Sie hängt davon ab, mit wie vielen Luftwechseln der Hersteller kalkuliert – meist zwei.
Geräuschpegel
Der niedrigste Wert zählt mehr als der höchste. Ein Gerät, das nachts stört, wird abgeschaltet und filtert dann gar nichts.
Filtertyp und Folgekosten
Drei Stufen sind Standard. Entscheidend sind Wechselintervall und ob die Stufen einzeln oder als Einheit getauscht werden.
Sensorik und Automatik
Nur sinnvoll, wenn das Gerät die Stufe tatsächlich selbst regelt. Eine Anzeige allein ändert nichts an der Luft.
App und Smart Home
Praktisch für Zeitpläne. Kein Ersatz für ausreichenden Durchsatz.
Häufige Fragen
Was bedeutet CADR bei Luftreinigern?
CADR steht für Clean Air Delivery Rate und gibt in m³/h an, wie viel gefilterte Luft ein Gerät pro Stunde liefert. Es ist die einzige gemessene Leistungsangabe auf dem Datenblatt – die Quadratmeterzahl daneben wird daraus abgeleitet.
Wie groß sollte ein Luftreiniger für mein Zimmer sein?
Bei 2,50 m Raumhöhe und vier Luftwechseln pro Stunde gilt: Raumfläche mal zehn ergibt den nötigen CADR. Für 25 m² sind das rund 250 m³/h. Die Herstellerangabe zur Raumgröße liegt meist etwa beim Doppelten, weil dort mit zwei Luftwechseln gerechnet wird.
Wie oft muss der Filter gewechselt werden?
Das Intervall unterscheidet sich je Gerät deutlich – Philips gibt für den AC2939/10 rund drei Jahre an. Maßgeblich sind die Herstellerangabe und die tatsächliche Laufzeit: Ein Gerät, das dauerhaft auf hoher Stufe arbeitet, verbraucht den Filter schneller.
Was leistet ein HEPA-Filter der Klasse H13?
Er hält Partikel in einem definierten Größenbereich zurück; die Klasse beschreibt den Abscheidegrad unter Prüfbedingungen. Gerüche adressiert die Aktivkohlestufe, Gase nur begrenzt. Gegen die Quelle selbst hilft kein Filter.
Soll ein Luftreiniger rund um die Uhr laufen?
Dauerbetrieb auf niedriger Stufe bringt in der Regel mehr als kurze Intervalle auf hoher Stufe – vorausgesetzt, das Gerät ist groß genug, um die Fläche auf dieser Stufe zu bedienen. Genau deshalb ist ausreichender CADR wichtiger als eine Turbostufe.
Einzelne Fragen im Detail
Zu diesem Vergleich gehören 10 Ratgeber-Artikel, die jeweils eine konkrete Frage vor dem Kauf beantworten.
CADR, Luftwechselrate, Raumgröße: Wie die drei Werte zusammenhängen
CADR, Luftwechselrate und Quadratmeter stehen auf jedem Karton nebeneinander. Nur einer der drei Werte ist gemessen.
Was ein Luftreiniger gegen Pollen im Raum ausrichtet – und was nicht
Was ein Filter mit Partikeln in der Raumluft macht, lässt sich technisch beschreiben. Was er für eine Person bedeutet, nicht.
Filterwechsel beim Luftreiniger: Woran der richtige Zeitpunkt zu erkennen ist
Die Filteranzeige zählt Betriebsstunden, nicht Schmutz. Deshalb liegt sie regelmäßig daneben – in beide Richtungen.
Luftreiniger im Schlafzimmer: Warum die Größe über die Nachtruhe entscheidet
Im Schlafzimmer entscheidet nicht der Spitzenwert, sondern die leiseste Stufe – und ob das Gerät dort überhaupt genug Luft bewegt.
Dauerbetrieb oder Stoßlüften: Was ein Luftreiniger im Alltag leistet
Lüften tauscht Luft aus, Filtern reinigt sie im Kreis. Die beiden konkurrieren nicht – sie lösen verschiedene Probleme.
Zwei Luftwechsel oder vier: Woher die Quadratmeterangabe auf dem Karton kommt
Dieselbe Maschine, zwei Quadratmeterzahlen. Der Unterschied liegt nicht im Gerät, sondern in der Annahme dahinter.
Ersatzfilter über fünf Jahre: Die Kostenrechnung, die niemand aufmacht
Beim Kauf zählt ein Preis, im Betrieb ein anderer. Filter sind die Position, die zwei ähnliche Geräte über Jahre auseinandertreibt.
Ein Gerät für die ganze Wohnung? Warum Türen den Luftwechsel begrenzen
Ein Gerät für die ganze Wohnung klingt sparsam. Physikalisch scheitert es an den Türen.
dB(A) beim Luftreiniger: Warum der niedrigste Wert wichtiger ist als der höchste
Auf dem Datenblatt stehen zwei Zahlen. Die höhere beschreibt eine Stufe, die im Alltag fast nie läuft.
Partikelsensor im Luftreiniger: Was die Farbanzeige tatsächlich misst
Grün, Gelb, Rot – die Anzeige wirkt wie eine Messung. Was tatsächlich dahintersteckt, ist meist ein einzelner optischer Sensor.
Bevor du bestellst
Ausstattung und Lieferumfang unterscheiden sich bei fast allen Herstellern je nach Variante – mit oder ohne Akku, mit oder ohne Zubehörset. Prüfe auf der Amazon.de-Produktseite, welche Variante im Warenkorb liegt. Unsere Angaben beziehen sich auf die jeweils genannte Modellbezeichnung.