Beim Philips AC2939/10 steht beim Hersteller 98 m², bei Händlern 85 m². Gleiches Gerät, gleicher CADR von 380 m³/h. Der Unterschied entsteht ausschließlich in der Rechnung, die aus der Messung eine Fläche macht.
Die drei Stellschrauben
Aus dem CADR wird eine Fläche, indem durch Raumhöhe und Luftwechselrate geteilt wird. Beide Werte darf der Hersteller wählen:
- Raumhöhe – 2,40 m oder 2,50 m ergeben bereits rund vier Prozent Unterschied.
- Luftwechselrate – der große Hebel. Zwei statt vier Luftwechsel verdoppeln die Fläche.
- Betriebsstufe – der CADR wird auf der höchsten Stufe gemessen, also der lautesten.
Warum zwei Luftwechsel die beliebte Wahl sind
Sie ergeben die größere Zahl auf dem Karton. Das ist nicht unlauter – es ist eine zulässige Auslegung für normale Wohnräume ohne besondere Anforderung. Nur eben nicht die Auslegung, an die die meisten Käufer denken, wenn sie ein Gerät kaufen.
Die Angabe wird erst dort irreführend, wo sie mit einer Erwartung an spürbare Wirkung verbunden wird. Für die trifft man mit vier Luftwechseln die realistischere Annahme.
Warum sich Zahlen zwischen Quellen unterscheiden
Händler übernehmen Angaben aus Datenblättern, die für unterschiedliche Märkte erstellt wurden. In einem Markt wird mit 2,40 m Raumhöhe gerechnet, im anderen mit 2,50 m; in einem mit zwei Luftwechseln, im anderen mit einem anderen Wert. Daraus entstehen 85 und 98 für dieselbe Maschine.
Was das praktisch bedeutet
Die Quadratmeterzahl ist kein Vergleichsmaßstab zwischen Herstellern, weil hinter ihr unterschiedliche Annahmen stehen. Vergleichbar ist nur der CADR – und der steht auf jedem Datenblatt.
Aus ihm lässt sich die Fläche mit der eigenen Annahme berechnen: bei 2,50 m Raumhöhe und vier Luftwechseln CADR geteilt durch zehn. Diese Zahl ist zwischen Geräten vergleichbar, weil sie überall gleich entsteht.
Konkrete Modelle zu dieser Frage
Welche Geräte diese Anforderungen erfüllen, steht im zugehörigen Vergleich – mit Einsatzprofil, Stärken und Grenzen je Modell.
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