Die Überlegung ist verständlich: ein großes Gerät statt zweier kleiner. Sie funktioniert nur unter einer Bedingung, die in den meisten Wohnungen nicht erfüllt ist – die Räume müssen offen verbunden sein.
Warum Türen der begrenzende Faktor sind
Ein Luftreiniger saugt Luft an und bläst sie gefiltert wieder aus. Damit entsteht eine Zirkulation – aber nur dort, wo Luft frei strömen kann. Eine geschlossene Tür unterbricht sie vollständig: Das Gerät wälzt dann den Raum um, in dem es steht, und sonst nichts.
Auch eine offene Tür ist kein freier Durchgang. Der Querschnitt ist klein gegenüber dem Raumvolumen dahinter, und ohne treibendes Druckgefälle findet kaum Austausch statt. Der Nachbarraum wird deutlich schwächer erfasst, als der CADR vermuten lässt.
Wann ein Gerät zwei Räume bedient
Bei offenen Grundrissen – Wohnen und Essen ohne Trennwand, Küche zum Wohnraum offen. Dort ist es faktisch ein Raum, und das Volumen beider Bereiche zusammen ist die Rechengrundlage. Ein Gerät mit 697 m³/h bedient so bei vier Luftwechseln rund 70 m² am Stück.
Das wandernde Gerät
Tagsüber im Wohnzimmer, nachts im Schlafzimmer – das kann funktionieren, hat aber zwei Haken. Nach dem Umstellen braucht das Gerät Zeit, bis der neue Raum durchgelaufen ist; bei vier Luftwechseln sind das rund fünfzehn Minuten für den ersten Durchgang. Und der verlassene Raum steigt in der Belastung wieder an, sobald die Quelle weiterarbeitet.
Praktikabel ist es bei Geräten mit Rollen und dort, wo keine Tür dazwischen liegt. Bei jedem Umstellen eine Tür zu öffnen und ein Kabel neu zu verlegen, hält in der Praxis selten lange.
Zwei kleinere oder eins groß
Bei getrennten Räumen sind zwei passend dimensionierte Geräte die bessere Lösung – auch weil jedes auf niedriger Stufe laufen kann und damit leiser bleibt. Ein einzelnes großes Gerät im Flur, das beide Räume versorgen soll, versorgt vor allem den Flur.
Konkrete Modelle zu dieser Frage
Welche Geräte diese Anforderungen erfüllen, steht im zugehörigen Vergleich – mit Einsatzprofil, Stärken und Grenzen je Modell.
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